Säule C Kryogene Techniken

Boden-Prüfstand ID14 – Säule C – AP 2.3
Prüfstand für Abstandshalter für doppelwandige Tanks

Motivation: experimentelle Untersuchung von verschiedenen Abstandhalter für doppelwandige Tanks in einer realistischen Umgebung; Vakuumumgebung mit lokaler Kryo-Kühlung.
Flexibler Einsatz von neuen Materialien so wie Geometrien.

Prüfstand verfügbar ab Q3-2024

Der Abstandhalter-Prüfstand ist nutzbar für:

  • die Bewertung kombinierten thermischen und mechanischen Effekten
  • die Klärung von Materialfragestellungen und Fertigungseinflüsse sowie Designfragen (gleitende/geklebte/geschweißte Fügestellen, Wärmeübertragung, usw.)
  • eine kosten- und zeiteffiziente Untersuchung einer Vielzahl unterschiedlicher Designkonfigurationen auf einem niedrigen Level der Testpyramide
  • Validierung von Simulationsansätzen
Technische DatenPartner-Input
Testbereich [mm]Φ250 x 100Teststück-Dimensionen
Minimaler Druck [mbar]tbdWerkstoff(e) (für Vakuumkompatibilität)
Minimale Temperatur (unterste Oberfläche) [°C]-200Temperaturprofil (inkl. Zyklus)
BelastungZug/DruckBelastungsfall
SensorikOptisch & verkabeltMesswünsche
Testdauer

Kontakt

Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie
Stuttgart
Dr. Ashley Chadwick
ashley.chadwick@dlr.de

Isolationswerkstoffe für H2-Komponenten (Köln-Porz)

  • Bestimmung von Wärmeleitfähigkeiten von Isolationsmaterialien im kryogenen Temperaturbereich (VIP-Kerne, Aerogele)
  • Umsetzung: Normgerechte Wärmeleitfähigkeitsmessung (siehe A)
    • -160°C bis 500 °C
    • variablen Druckstufen und Gasen
    • Variation und Optimierung von VIP-Kernmaterialien
  • Weiterführendes Konzept:
    • Herstellungszelle VIP-Paneele
    • Weitere Behandlung/Prüfung mit Klimakammer f= (Temperatur, Feuchtigkeit) (Siehe B)
    • Mechanische Charakterisierung bei kryogenen Bedingungen mit Dewar für DMA 1 (Siehe C)

Mit einem steigenden Bedarf an emissionsfreier Luft- und Raumfahrt rückt das Thema der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger zunehmend in den Vordergrund. Um diesen effizient nutzen zu können, werden passende Isolationswerkstoffe wie z.B. Aeorgele benötigt, deren multifunktionale Eigenschaften insbesondere bei für die Wasserstofflagerung relevanten kryogenen Bedingungen charakterisiert werden müssen. Der Bodenprüfstand „Isolationswerkstoffe für H2-Komponenten“ beinhaltet u.a. die GHP 456 Titan (Netzsch), die eine Untersuchung der Wärmeleitfähigkeit von Materialien in einem Temperaturbereich von  -150 °C bis 500 °C gemäß des “Guarded Hot Plate”-Prinzips ermöglicht. Des Weiteren können mit dem Klimaprüfschrank ClimeECO C7-340 (Weiss) Isolationswerkstoffe verschiedenen klimatischen Bedingungen ausgesetzt werden, um deren entsprechenden Einsatz bei Temperaturen von -70 °C bis 180 °C  zu prüfen. Die mechanische Charakterisierung der Isolierungswerkstoffe wird schließlich durch eine DMA01 (Mettler-Toledo) und einem Dewar für Flüssigstickstoff ermöglicht. Diese berücksichtigen thermomechanische Eigenschaften wie E-Module und Glasübergangstemperaturen bei verschiedenen Parametern wie Frequenz, Messweg und Temperatur (-190-600°C).

GHP 456 Titan
Technik/DesignAbsolute Methode (keine Kalibrierung oder Referenzmaterialien erforderlich)
Symmetrische Anordnung
Vollautomatischer Betrieb
Mittlerer Probentemperaturbereich– 160 °C bis 600 °C
KühlsystemeFlüssigstickstoff (LN2): – 160 °C bis 250 °C
Druckluft: 50 °C bis 300 °C
ClimeECO C7-340
Temperaturbereich-70 – 180 °C
Feuchtigkeitsbereich10% bis 98% rF
DMA01 (+Dewar)
Temperaturbereich-190 bis 600 °C
Kraftbereich±0.001 bis ±10 N
Frequenzbereich0.001 bis 300 Hz
Dewar-Kapazität35 L

Ansprechpartner

Dr. Vöpel Pascal (pascal.vöpel@dlr.de); Max Zinke (max.zinke@dlr.de) Institut für Werkstoffforschung (Köln Porz);
einsatzbereit ab 09/2025
Für die Planung von Tests oder die Nutzung des Prüfstandes zur Qualifikation von Messtechniken bitte Kontakt zum Ansprechpartner aufnehmen

Kryo-Zug/Druck-Torsionsprüfstand (SY-MFW Braunschweig)

  • Prüfstand für statische und dynamische Zug/Druck-Torsions-Versuche an Rohrproben unter kryogenen Bedingungen
  • Forschungsgebiete:
    • Charakterisierung und Optimierung von Faserverbundlaminaten für Wasserstofftank- und Rohrleitungssysteme
    • Charakterisierung von Schadensphänomene
    • Bereitstellung von Materialkennwerten für Simulation und Zertifizierung

Der Kryo-Zug/Druck-Torsionsprüfstand dient der Material- und Komponentencharakterisierung und -entwicklung unter gleichzeitiger kryogener und hoher mechanischer Belastung. Aufgrund der hohen möglichen Prüfkräfte, der Belastungsart und des Probentyps (randeffektfrei), ermöglicht der Versuchstand die Untersuchung relevanter Tanklaminate und Belastungen mit dem Fokus auf den Matrixeigenschaften. Neben der Erforschung des Schadensverhaltens und der Erzielung eines grundlegenden Materialverständnisses, werden die Entwicklung neuer kryo-optimierter Faserverbundlaminate und die Bereitstellung von Kennwerten für Simulation und Zertifizierung möglich. Neben spezifisch gefertigten Rohrprobekörpern können auch Rohrstücke und Rohrverbindungen geprüft werden. Eine Erweiterung des Prüfstands auf Leckageuntersuchungen und Innendruckbeaufschlagung ist geplant.

Technische Daten
Kryogenes MediumLN₂
Axialkraft statisch/dynamisch630 kN / 500 kN
Torsionsmoment8000 Nm
Probekörperlänge350 mm
Probekörperdurchmesser30 mm bis 50 mm (2″)
Prüffrequenz1 Hz bis 5 Hz

Ansprechpartner

T. J. Adam (till.adam@dlr.de), Institut für Systemleichtbau, Abteilung Multifunktionswerkstoffe (Braunschweig),
einsatzbereit ab 04/2025
Für die Planung von Tests oder die Nutzung des Prüfstandes bitte Kontakt zum Ansprechpartner aufnehmen

Temperiermodul für kurzzeit-dynamische Tests (BT-SIN Stuttgart)

  • Testen von Materialien und kleinen Bauteilen unter kurzzeit-dynamischen Belastung bis max. 100 kN und ±20 m/s bei Temperaturen zwischen -170°C und 240°C
  • Testvorrichtungen (Druck, Zug)

Die Anlage ermöglicht dem Institut Materialien und kleine Bauteile hinsichtlich ihrer Abhängigkeit von Temperatur und Dehnrate zu untersuchen. Ein Anwendungsfall ist zum Beispiel Crash-Absorber, welche kryogene Wasserstofftanks in der Luftfahrt schützen und bei niedrigen Temperaturen ihre Funktion erfüllen müssen. Das Temperiermodul ist eine Erweiterung für die Hochgeschwindigkeitsprüfanlage HTM 160/20, welche im Labor des Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie steht. Das Modul besteht aus einer Kammer, welche in die Anlage auf Schiene eingebracht werden kann. Eine separate Reglung kann Temperaturen von -170°C bis 250°C in der Kammer mit verdampften Stickstoff erzeugen. Ein Fenster ermöglicht den freien Blick auf die Probe während des Versuchs, sodass der Versuch mit Hochgeschwindigkeitskameras dokumentiert werden kann. Es existieren Probenhalterungen für Zug- und Druckversuche. Die Druckvorrichtung hat eine Führung für den Hydraulikkolben und eine Überlastsicherung, sodass auch kleine Bauteilversuche durchgeführt werden können. Zusätzliche Messtechnik wie Temperaturfühler, Kraftmesssensoren, Wegsensoren und Dehnungsmessstreifen können darüber hinaus angeschlossen werden.

Technische DatenBereiche
Temperaturbereich [°C]von ca. -170 bis 250
Kolbengeschwindigkeit [m/s]0,001 bis 20
Kolbenhub [mm]~ 300
Prüfkraft [kN]100
BelastungsartenZug, Druck
Prüfraumgröße hxbxt [mm]400 x 300 x 350

Ansprechpartner

Nathalie.Toso@dlr.de, Tobias.Behling@dlr.de (Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie)
Für die Planung von Versuchen bitte Kontakt zum Ansprechpartner aufnehmen.
Die Anlage wird ab April 2024 vollständig einsatzbereit sein.

Prüfst. 20: Mobiler Messtechnik-Prüfstand – Braunschweig

  • Umfangreiche Ermittlung ingenieurwissenschaftlicher Kennwerte:
    • Dehnungsmessungen an Probekörpern (mechanisch und thermisch)
    • Temperatur
    • Distanzmessung (kapazitiv)
    • Topologievermessung mit Übertragung der 3D-Daten
    • Infrastruktur ist mobil, um an beliebigen Orten Messaufbauten bedienen zu können
  • Messhardware:
    • Dehnungsmessung – faseroptisch
      • Faseroptisches Sensor-System LUNA ODiSI 6104
        • Bis zu vier parallele Messungen
        • Messpunktabstand: 0,65 mm bis 5,2 mm (beliebig einstellbar)
        • Länge Messstrecke: bis 20 m (bei 0,65 mm Auflösung), bis 100 m (bei 2,6 mm Auflösung)
          • Kontinuierlich messend
        • Dehnungsauflösung: 0.1 µϵ
        • Messrate: bis zu 250 Hz
      • Fiber-Bragg-Interrogator Hyperion SI255
        • Bis zu 16 parallele Messungen
        • Messrate: 5000 Hz
        • Dehnungsauflösung: 2 pm
      • HBK MXFS8 FBG Interrogator
        • Bis zu 256 parallele Messungen
        • Messrate_ 2000 oder 100 Hz
  • Messhardware:
    • Dehnungsmessungen – DMS
      • HBK MX1615 DMS Messverstärker
        • Klassische DMS Messung auf bis zu 16 parallelen Kanälen
    • Topologiemessung
      • ZEISS T-Scan HAWK 2
        • Volumetrische Genauigkeit: 0.02 mm + 0.015 mm/m
        • Vermessen von großvolumigen Teilen/Werkzeugen
        • Detailmodus für kleine Gegenstände
          • Bspw. Relief auf Cent-Münzen
    • Temperaturmessung
      • HBK MX840B
        • Thermoelemente (Typ B, C, E, J, K, N, R, S, T)
        • Temperatur-Messbereich: – 270°C bis 2.300°C

Ansprechpartner

Y. Boose (yannick.boose@dlr.de) | Institut für Systemleichtbau | Braunschweig
Betriebsbereit ab 06/2024
Benötigter Input: Globale Idee der angedachten Messung, zu messende Größen, Dimensionen der Teile, evtl. weitere Details

KryoLamda – SY-FLB:Braunschweig

  • Vermessung der Temperatur- und Wärmeleitfähigkeit von Laminaten und Folien
  • Bestimmung der Messgröße in In-Plane und Out-of-Plane Richtung

Verfügbarkeit: Ende Q2/2024

Der KryoLambda Prüfstand dient der Bestimmung der Temperatur- und/oder Wärmeleitfähigkeit von Materialproben im Temperaturbereich von -100°C bis +500°C. Verschiedene Probenhalter ermöglichen dabei die Vermessung sowohl in In-Plane als auch in Out-of-plane Richtung von verschiedensten Materialien und Werkstoffen. Das Spektrum reicht hierbei von thermisch hoch leitfähigen Folien über Composite sowie hoch anisotroper Werkstoffe bis hin zu thermisch eher schlecht leitenden Proben. Klassische Isolationswerkstoffe können nicht zuverlässig vermessen werden. Zur Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit werden zusätzlich die spezifische Wärmekapazität sowie die Dichte ermittelt.

Ansprechpartner

Michael Lange (M.Lange@dlr.de) – Institut für Systemleichtbau, Braunschweig
Benötigte Info für Auftragsmessung: Material, Temperaturbereich d. Messung, Messgröße und Abschätzung zur Größenordnung des Messwertes

TVAC – SY-FLB:Braunschweig

  • Entwicklungs-, Funktions- und Charakterisierungstest auf Komponenten- und Sub-Systemlevel unter Thermalvakuumbedingungen
  • Zykliertests für Material- und Couponproben unter Thermalvakuumbedingungen
  • Verfügbarkeit: Q4/2024

Zweck, Ausstattung und Möglichkeiten

Die TVAC (Thermalvakuumkammer) dient Entwicklungs-, Funktions- und Charakterisierungstest auf Komponenten- und Sub-Systemlevel unter Thermalvakuumbedingungen. Außerdem können Material- und Couponbroben zykliert und anschließend weiteren (mechanischen) Tests zugeführt werden. Zur Testkörperaufnahme dient ein temperiertes Breadboard mit den Abmaßen von 800×450 mm² und einem M6-Lochraster von 50×50 mm. Zur Überwachung und Steuerung der Tests sind diverse Durchführungen sowie Sichtfenster vorhanden, die entsprechend den Versuchsanforderungen bestückt werden. Außerdem ist eine potentielle Zu- und Abführung von Flüssigstickstoff in einem geschlossenen Kreislauf innerhalb der Kammer möglich.

Technische Daten
Probengröße (LxBxH)ca. 800x450x350/450 (Höhe ist abhängig von der Breite)
Temperaturbereich-80°C… +150°C
Druckbereich< 1×10-6 mbar
Kühl-/Heizleistungca. 1-2 K/min (abhängig vom Temperaturbereich)

Ansprechpartner

Michael Lange (M.Lange@dlr.de) – Institut für Systemleichtbau, Braunschweig
Für die Planung von Tests oder die Nutzung des Prüfstandes bitte Kontakt zum Ansprechpartner aufnehmen

Bulge-Prüfstand (SY-FLB-Stade)

  • Prüfstand zur multiaxialen, thermo-mechanischen Belastung von Prüfkörpern unter repräsentativen Bedingungen für einen kryogenen Tank aus Faserverbundwerkstoffen
  • Forschungsgebiete
    • Untersuchung der Dichtigkeit von Faserverbundstrukturen unter kryogenen Bedingungen
    • Untersuchung des Einflusses von Materialien und Prozessparametern auf die Dichtigkeit
    • Kombination von Leckagemessung (Gas: Helium) bei kryogenen Temperaturen (-196°C) unter Last (bis zu 20 bar)

Zweck, Ausstattung und Möglichkeiten

Der Bulge-Prüfstand dient dazu, einen Prüfkörper mit einer für einen kryogenen Tank aus Faserverbundmaterialien repräsentativen Last zu beaufschlagen und währenddessen seine Dichtigkeit zu testen. Der Prüfkörper ist in einer Messzelle eingespannt und wird einseitig mit Druck (Helium) beaufschlagt und so mechanisch belastet, während auf der gegenüberliegenden Seite des Prüfkörpers ein Vakuum erzeugt wird. Durch die Druckbeaufschlagung stellt sich eine Membranspannung ein. Auf der Vakuumseite ist der Prüfaufbau mit einem Lecktester verbunden, so dass das Auftreten von Mikrorissnetzwerken und die damit einhergehende Leckage in CFK-Prüfkörpern quantifiziert werden kann. Die Messzelle kann während der Messung in Flüssigstickstoff (77 K, -196 °C) eingetaucht werden, so dass die mechanische Last bei kryogenen Temperaturen aufgebracht wird. Während einer Messung kann der Prüfkörper zudem mit DMS (bis zu 8 Kanäle) und Temperatursensoren (bis zu 6 Kanäle) bestückt werden.

Der Prüfstand ist voraussichtlich ab Q3 2024 verfügbar.

Technische Daten
Prüfkörpergeometrie I158 mm, eben
Prüfkörpergeometrie II158 mm, gekrümmt
Prüfdruck (Helium)bis zu 20 bar
PrüftemperaturRaumtemperatur, 77 K (-196°C)
Min. Leckrate5e-12 mbar.l/s

Ansprechpartner

J. Koord (Josef.Koord@dlr.de), R. Beck (Roman.Beck@dlr.de), Institut für Systemleichtbau (Stade)
Für die Planung von Tests oder die Nutzung des Prüfstandes bitte Kontakt zu den Ansprechpartnern aufnehmen

Ø1,7m Halbtankteststand für Permations-, System- und Berstversuche

Versuchstand zur Untersuchung von vollskaligen (ca. Ø1,7m) Faserverbund-H2-Halbtanks auf Permations- und Berstverhalten, sowie von Systemkomponenten bezüglich der Vakuumisolierung und struktureller Integration in kryogener Umgebung.

  • Permeationstest mit Helium oder Wasserstoff max. 10 bar
  • Kryogene Temperaturen um 90K
  • Analyse der Isolierung (Vakuum, MLI, Schaum, Aerogel)
  • Analyse von Systemdurchführungen
  • Berstest bei max. 15 bar

Zweck, Ausstattung und Möglichkeiten

Der Versuchstand dient der Untersuchung vollskaliger H2-Wasserstoffinnentanks mit Ø1,7m, insbesondere in Faserverbundbauweise. Diese können hier auf verschiedene Aspekte hin untersucht werden. Bisher werden 2 Basiskonfigurationen des Teststands umgesetzt:

Konfiguration 1 (Permeationstest) sieht den Einsatz eines Verdrängungs- und Kühlkörpers (VKK) vor, der das Testgasvolumen auf einen Spalt, dem Testgasspalt, zwischen dem VKK und dem Innentank reduziert. Ein Stickstoffkühlsystem im VKK ermöglicht die Kühlung auf kryogene Temperaturen um 90K. Zum Erhalt der kryogenen Temperatur des Testgases und des Innentanks ist neben der stetigen inneren Kühlung eine Vakuumisolierung über einen Außentank vorgesehen. Diese kann z.B. in Form einer Multilayer Insulation – MLI realisiert werden. Zur Detektion von permeiertem Wasserstoff und Helium wird der Spalt zwischen den Tanks mit Vakuumpumpen und Messsensorik ausgestattet. Dabei kann der vorherrschende Testgasdruck zwischen 1-10 bar variiert werden. Der Testgasdruck kann zwischen 1-10 bar variiert werden. Zur Entfernung von oberflächengebundenen Elementen, insbesondere Wasser, ist der Teststand für eine Trocknung bis 150°C ausgelegt.

In Konfiguration 2 (Bersttest) wird nur der Innentank ohne den VKK aufgespannt. So können z.B. Bersttest bis 15 bar durchgeführt werden. Diese finden dann bei Umgebungstemperatur statt.

Über diese beiden Konfigurationen sind vielfältige Untersuchungen denkbar. Permeabilität und strukturelle Integrität des Innentanks, unter den beschriebenen Lasten oder möglicherweise auch Lastzyklen (niedrige Zyklenzahl), stehen zunächst im Mittelpunkt. Hierbei kann der Tank mit ungestörtem Laminat oder mit Verbindungen und Durchführungen ausgeführt sein. Verschiedene Geometrien und Fertigungsverfahren können getestet und validiert werden. Auch Versuche im Bereich der Vakuumisolierung oder der Einbindung von Strukturelementen, z.B. Energieabsorbern für den Crashfall, sind umsetzbar. Sowohl zum Testgasvolumen als auch zum Vakuum sind Durchführungen für Sensoriken vorgesehen, so dass z.B. Temperaturen und Dehnungen an den relevanten Bereichen gemessen werden können. Diese können dann an das jeweilige Testszenario angepasst werden.

Technische Daten
Innendurchmesser Innentank1713 mm
Innendurchmesser Außentank1926 mm
Druckbereich Permeationstest1-10 bar
Druckbereich Bersttest0-15 bar
Temperaturbereichca. 90-293 K
Autoklavfähigbis 150 °C
Testgasvolumen60-100 l

Ansprechpartner

Bram van de Kamp (Bram.vandeKamp@dlr.de), Institut für Systemleichtbau, Braunschweig
Für die Planung von Tests oder die Nutzung des Prüfstandes zur Qualifikation von Messtechniken bitte Kontakt zum Ansprechpartner aufnehmen
Fertigstellung Teststand voraussichtlich Ende 2024 / Anfang 2025

Skalierter Halbtank-Teststand

  • Prüfstand dient der effizienten Entwicklung von LH2-Technologie
  • Untersuchung und Nachweis strukturmechanischer Phänomene
  • Validierung von Simulationen
  • Forschungsschwerpunkte:
    • Thermomechanisches Verhalten
    • Permeation und Leckage
    • Rissentwicklung durch statische und zyklische Belastungen
    • Bersten bei kryogenen Bedingungen

Der Teststand dient der Untersuchung strukturmechanischer Phänomene für kryogene Tankanwendungen. Die Prüfkörper werden z.T. auf einem skalierten Level betrachtet und bilden damit das Bindeglied zwischen Materiallevel und realem Tank. Durch die Nähe zur finalen Anwendung wird ein wichtiger Schritt in der Entwicklung von Tankstrukturen durch eine effiziente Versuchsmethodik abgedeckt. Damit wird zum einen das Verständnis zum Verhalten von Tanks bei diesen komplexen Bedingungen verbessert, und zum anderen werden neue Technologien wie zum Beispiel Fertigungs- oder Fügetechnogien anwendungsnah erforscht. Der Einsatz elektrischer und optischer Sensorik erzeugt eine umfassende Datenbasis im Bezug zur thermischen und mechanischen Belastung. Durch die optischen Zugänge können zudem Kamerasysteme verwendet werden um das globale Strukturverhalten aufzuzeichnen. Damit wird eine umfassende Datenbasis zur Charakterisierung und Validierung von Berechnungsmethoden bereitgestellt.

Technische Daten
Tankdurchmesser400mm
TestmediumHe, N2, H2 (gas bzw. flüssig)
Fluidvolumen<5l (mit Verdrängungskörper)
Prüftemperatur20K bis RT
Prüfdruck<20bar

Ansprechpartner

Dr. Tobias Wille (tobias.wille@dlr.de ) und Dr. Martin Liebisch (martin.liebisch@dlr.de), Institut für Systemleichtbau, Abteilung Strukturmechanik, DLR Braunschweig
Für die Planung von Tests bitte Kontakt zu den Ansprechpartnern aufnehmen

Kryo-Mikroskopie (SY-PRT-Stade)  |  Säule C: ID14, AP 2.3

  • Entwicklungsumfang:
    • Erweiterung des bestehenden optischen Mikroskops um ein leistungsstarkes, kompaktes Kühlsystem
  • Motivation und Bedarf:
    • Kontinuierliche optische Mikroskopie von Schliffproben von RT bis nahe an LN2-Temperaturniveau
    • Beobachtung von Rissentstehung und Rissveränderung während der Abkühlung
    • Bewertbarkeit fertigungsbedingter Inhomogenitäten
  • Inbetriebnahme voraussichtlich Juli/August 2024
  • Inanspruchnahme für Dritte nach Absprache

Das Cryo Imaging Upgrade ist eine Apparatur, die entwickelt wurde, um CFK-Proben präzise von Raumtemperatur (RT) bis nahezu der Temperatur von flüssigem Stickstoff (-196°C) zu kühlen. Sie ermöglicht es, die polierte Betrachtungsoberfläche der Probe während des Kühlprozesses durch ein optisches Mikroskop zu beobachten. Dadurch kann der Zeitpunkt und die Ausprägung möglicher Rissentstehung und Veränderung über das Temperaturdelta hinweg genau verfolgt werden. Die Apparatur ist einfach zu handhaben und sicher im Betrieb. Sie ist vollständig gekapselt und verfügt über eine austauschbare Probenkassette, die eine schnelle und einfache Handhabung ermöglicht. Ein kontinuierlicher Gasfluss umgibt die Probenkassette, um Vereisung zu verhindern und eine zuverlässige Kühlung zu gewährleisten. Für zusätzliche Sicherheit sorgt eine Spülung mit Schutzgas, die eine schützende Atmosphäre schafft und gleichzeitig die optische Beobachtung der Probe ermöglicht. Die CIU minimiert optische Beeinträchtigungen, da sie entweder ein sehr dünnes Deckglas verwendet, das aus der Mikroskopie bekannt ist, oder bei Bedarf sogar ganz darauf verzichtet. Dies ermöglicht einen klaren Blick auf die Probe während des gesamten Kühlprozesses. Der Workflow kann je nach Bedarf angepasst werden, um den Anforderungen der Anwendung gerecht zu werden. Insgesamt bietet das Cryo Imaging Upgrade eine präzise, sichere und benutzerfreundliche Lösung für die Untersuchung von CFK-Proben bei extremen Temperaturen, die wichtige Einblicke in ihr Verhalten und ihre Eigenschaften liefert.

Technische Daten
BauraumL x B x H: 100 x 100 x 50 (!) mm
KühlmediumLN2
Durchflussratefrei wählbar durch Mikrodosieranlage
Probengröße20x20xy2,5mm oder 40x20xy2,5mm
Einschränkungdünne Scheibe (ähnlich Deckglas in der Mikroskopie) beeinflusst Bildgebung minimal bei schnellem Workflow, kann umgangen werden durch Schutzgas (Anti-Eisbildung) und langsameren Workflow

Ansprechpartner

Philipp Sämann (Philipp.Saemann@dlr.de)
Institut für Systemleichtbau Abteilung Produktionstechnik (Stade)

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